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Historische Karte von Großrumänien

Geschichte Rumäniens: Eine Reise durch die Jahrhunderte

Entdecken Sie die faszinierende und wechselvolle Geschichte Rumäniens, von den Ursprüngen der Daker bis zur modernen Nation.

Daker und Römer: Die Ursprünge eines Volkes

Die ersten Zeichen menschlicher Zivilisation auf dem heutigen Gebiet Rumäniens stammen etwa aus dem Jahr 600.000 v.Chr. Obwohl schon im 6. Jahrhundert griechische Kolonien entlang des Schwarzen Meeres existierten, war die erste zentralisierte Staatsform die der Daker, ein Volk, das zur größeren Volksgruppe der Thraker gehört. Die dakische Kultur erreichte ihren Höhepunkt unter der Herrschaft von König Decebal im ersten Jahrhundert n.Chr.

Alte Darstellung von Dakern

Im Jahr 106 n.Chr. wurde Decebal von den Legionen des römischen Kaisers Trajan besiegt, und das heutige Rumänien wurde in das Römische Reich als Provinz Dacia integriert. Es folgte die **römische Kolonisation**, bei der sich römische Siedler mit den Dakern vermischten. Dies führte zur **Romanisierung der Bevölkerung** und zur Übernahme der lateinischen Sprache, die das Fundament der rumänischen Sprache bildete. Obwohl die römische Besetzung nur eine kurze Zeit, etwa 165 Jahre, dauerte, hinterließen die Römer ein Jahrhunderte lang andauerndes Erbe: die lateinische Sprache, welche zahlreiche Invasionen von Wandervölkern überstand.

Römische Ruinen in Rumänien

Nach dem Rückzug der Römer im 3. Jahrhundert n.Chr. wurde das Gebiet von verschiedenen Wandervölkern wie Goten, Hunnen und Slawen durchzogen und teilweise besiedelt. Diese **Völkerwanderung** trug zur Komplexität der ethnischen Herkunft der Rumänen bei, die bis heute ein Gegenstand der Diskussion ist. Trotzdem blieb die lateinische Sprachbasis bestehen und entwickelte sich zum Rumänischen.

Mittelalter: Die Fürstentümer und der Kampf um Unabhängigkeit

Mit der Zeit entwickelte sich das nationale Bewusstsein der Rumänen, was zur Gründung der **Feudalstaaten der Walachei und der Moldau** im 13. und 14. Jahrhundert führte. In beiden Staaten folgte ein jahrhundertelanger Kampf gegen die osmanische Expansion.

Mehrere Woiwoden, die diese Fürstentümer regierten, stoppten erfolgreich die osmanische Invasion. Zu erwähnen sind **Mircea cel Bătrân (Mircea der Alte)**, der im 14. und frühen 15. Jahrhundert die Walachei regierte und sich den Osmanen widersetzte; **Vlad Țepeș (Vlad der Pfähler)**, besser bekannt als Dracula, der im 15. Jahrhundert die Walachei mit eiserner Hand führte und ebenfalls gegen die Osmanen kämpfte; und **Ștefan cel Mare (Stefan der Große)**, Fürst der Moldau im 15. Jahrhundert, der für seine militärischen Siege gegen die Osmanen berühmt ist und als einer der größten Helden Rumäniens gilt.

Stefan der Große

Während dieser Zeit war **Transsilvanien** nacheinander vom Reich der Ottomanen und dem Österreichisch-Ungarischen Kaiserreich besetzt, was seine Entwicklung stark prägte und zu einer multikulturellen Region machte.

Historische Kirchen in Rumänien

Sie können auch Befestigungen aus dem Mittelalter, Klöster im byzantinischen Stil mit Wandgemälden, Bauernhäuser mit verschiedenen Schmuckelementen besuchen, und die Burg des Dracula ist eine der beeindruckenden Burgen und Schlösser, die besucht werden können. Legenden, wie die des Grafen Dracula, oder die authentische Geschichte Rumäniens, sind eben so viele Aussagen dieser faszinierenden Geschichte. Andere können in den Holzkirchen mit hohem Dach aus Transilvanien entdeckt werden. Der Kunstthesaurus der Klöster in der **Bukowina (Buchenland)** des 16. Jahrhunderts ist eine Besichtigung wert, sowie die Rumänische Rhapsodie, komponiert von George Enescu, welche von der rumänischen Folklore inspiriert ist.

Moderne Geschichte: Vereinigung, Kommunismus und EU-Integration

Schließlich vereinigten sich die Moldau und die Walachei im Jahre 1859 unter der Führung von Alexandru Ioan Cuza unter dem Namen Rumänien. Das Land wurde 1877 unabhängig vom Osmanischen Reich, und die **Vereinigung mit Transsilvanien** sowie anderen Gebieten (Banat, Bukowina, Bessarabien) fand 1918 statt, wodurch **Großrumänien** entstand.

Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet Rumänien unter **kommunistische Herrschaft**. Um 1950 wurden Industrie und Wirtschaft aufgrund der kommunistischen Politik verstaatlicht. 1965 wurde die Sozialistische Republik Rumänien ausgerufen, und Nicolae Ceaușescu übernahm die Macht, etablierte eine Diktatur, die das gesamte Land prägte.

Die rumänische Revolution von 1989

Das kommunistische Regime, nach dem Zweiten Weltkrieg eingeführt, dauerte 45 Jahre an und wurde durch die **Revolution vom Dezember 1989** beseitigt. Die Revolution brachte Rumänien wieder unter die europäischen Demokratien. Das offensichtliche Resultat dieser Änderung ist die Tatsache, dass die Rumänen ihre sprichwörtliche Gastfreundschaft und Großzügigkeit wiederfinden.

In den Jahren nach der Revolution gab es eine wechselhafte politische Entwicklung. Sozialisten unter Ion Iliescu nahmen die Zügel in die Hand. 1996 gewann Emil Constantinescu die Wahlen, und 2000 löste dann Iliescu wieder die bürgerliche Koalition ab. Die neue sozialdemokratische Minderheitsregierung war auf einen marktwirtschaftlichen Reformkurs orientiert. 1991 wurde Rumänien Vollmitglied im Europarat, 2003 **NATO-Mitglied**, und seit dem 1. Januar 2007 ist Rumänien **Mitglied der EU**. 2004 wurde Traian Băsescu zum Staatspräsident gewählt. 2005 bildete eine bürgerliche Koalition unter Führung der Demokratischen Allianz die Regierung. Das Land hat seitdem erhebliche Fortschritte in der wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung gemacht, auch wenn Herausforderungen weiterhin bestehen.