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Willkommen im Kreis Constanța

Eine Region am Schwarzen Meer, die eine faszinierende Mischung aus antiker Geschichte, lebhafter Hafenaktivität und eleganten Badeorten bietet.

Der Kreis Constanța: Antike Wurzeln und modernes Hafenleben am Schwarzen Meer

Constanța, die größte Stadt am Schwarzen Meer und Kreishauptstadt des gleichnamigen Kreises, ist eine Region voller Kontraste. Gegründet im 7. Jahrhundert v. Chr. von den Griechen als **Tomis**, erhielt sie unter dem römischen Kaiser Konstantin I. zu Ehren seiner Schwester den Namen **Constantiana**. Hier lebte und starb auch der aus Rom verbannte Dichter Ovid, dessen Denkmal heute ein Wahrzeichen der Stadt ist. Nach den Römern waren die Daker, die Skythen und die Kelten die Herren der Stadt, bis sie ab 1413 zum Osmanischen Reich gehörte und dann 1878 im Rahmen des Berliner Kongresses mit der Dobrudscha an Rumänien fiel. Constanța zählt zu den elegantesten und vornehmsten Badeorten des Schwarzen Meeres.

Historischer Überblick und strategische Bedeutung

Die Geschichte Constanțas ist eng mit der ihrer geografischen Lage verbunden. Als Hafenstadt am Schwarzen Meer war sie schon in der Antike ein wichtiger Handelsknotenpunkt. Die griechische Gründung **Tomis** entwickelte sich unter römischer Herrschaft zu **Constantiana**, einem Zentrum der römischen Zivilisation in Dakien. Die Stadt war Zeuge zahlreicher kultureller und politischer Umwälzungen, von der römischen bis zur osmanischen und schließlich zur rumänischen Herrschaft.

Constanța wird auch **"Rotterdam des Ostens"** bezeichnet, da hier mehr Waren umgeschlagen werden als in den Häfen von Odessa (Ukraine) oder Varna (Bulgarien). Die Stadt ist bei weitem der wichtigste EU-Hafen am Schwarzen Meer und ein sehr wichtiger Verbindungshafen zwischen Europa und Asien. Unmittelbar südlich von Constanța befindet sich der neue Großhafen Agigea am Ausgang des Donau-Schwarzmeer-Kanals. Somit hat Constanța eine direkte Verbindung zur Donau und den mitteleuropäischen Hafenstädten. Der Main-Donau-Kanal ermöglicht zudem, dass die Schifffahrtsroute Constanța-Rotterdam einen ununterbrochenen Wasserweg zwischen dem Schwarzen Meer und der Nordsee darstellt. Zudem ist Rotterdam eine wichtige Partnerstadt von Constanța.

Archäologische Schätze und Kulturelle Vielfalt

In Constanța finden sich griechische und römische Ruinen (Handelshaus mit römischem Fußbodenmosaik, Basiliken, kaiserliche Nekropolen), die von ihrer antiken Pracht zeugen. Der Leuchtturm aus dem 13. Jahrhundert, mehrere Kirchen, eine Moschee und das malerisch auf einer Landzunge gelegene Casino sind weitere historische Bauwerke, die die reiche kulturelle Vielfalt der Stadt widerspiegeln. Ein Aquarium und ein Delphinarium runden das touristische Angebot ab.

Constanța ist neben Medgidia das Zentrum der türkischen und tatarischen Minderheit Rumäniens sowie des Islam in Rumänien (6% der Stadtbevölkerung ist muslimisch), der von der turkotatarischen Minderheit geprägt wird. Neben diesen gibt es auch eine kürzlich eingewanderte arabische Minderheit, die in Constanța eine Schule mit arabischer und englischer Sprache betreibt. Die türkische weiterführende Schule befindet sich in Medgidia. Ein weiteres Zentrum der turko-tatarischen Minderheit befindet sich in Babadag.

Wirtschaftliche Bedeutung und Infrastruktur im Jahr 2025

Constanța ist bereits der größte Hafen im Schwarzen Meer, und der Warenumschlag wächst um 8 Prozent pro Jahr. Die Bedeutung der Stadt wird vor allem nach der geplanten Inbetriebnahme der **Pan-European Oil Pipeline (PEOP) 2012** (ein Projekt, dessen Relevanz sich bis 2025 manifestiert hat) weiter steigen. Die Ölpipeline soll von Constanța nach Triest führen. Ziel des Projekts ist, den Bosporus zu entlasten und die logistische Verbindung zwischen dem Schwarzen Meer und Mitteleuropa zu stärkt. Mit Bukarest besteht eine Autobahn- und Eisenbahnverbindung. Zu letzterer gehören neben dem Personenbahnhof Constanța als größte Bahnhöfe der Rangierbahnhof Palas und ein weiterer Rangierbahnhof für den Hafen.

Innerhalb der Stadt existiert ein aus Straßenbahn, Bus und O-Bus bestehendes Nahverkehrsnetz, das von der RATC (Regia Autonomă de Transport Constanța) betrieben wird. Das Straßenbahn- und O-Bus-Netz wurde in den letzten Jahren jedoch zugunsten des Autobusnetzes reduziert. So wurde fast das gesamte O-Bus-Netz (ausgenommen die Linien 48 und 48 b (Stand Juli 2006)) und die Straßenbahnlinie 100 (Gara - Sat de Vacanta; in der Nähe des Ortseingangs von Mamaia) durch Busse ersetzt. Die nicht mehr benutzten Fahrleitungen für O-Bus und Straßenbahn wurden weitestgehend demontiert. Des Weiteren werden Überlandverbindungen in angrenzende Städte wie Năvodari durch Kleinbusse (ca. 20 Sitzplätze, sogenannte Minibus) der Grup Media Sud, die ohne festen Fahrplan verkehren, angeboten.

Tourismus und Attraktionen im Jahr 2025

Im Jahr 2025 zieht der Kreis Constanța weiterhin Touristen aus aller Welt an, die seine einzigartige Mischung aus Geschichte, Kultur und Natur erleben möchten. Die Region bietet:

  • **Elegante Badeorte:** Techirghiol, Mamaia, Eforie Nord und Eforie Sud bieten Strände und Heilbäder.
  • **Historische Stätten:** Antike Ruinen, Denkmälde wie Ovids Denkmal, der Leuchtturm und historische Kirchen und Moscheen.
  • **Kulturelle Vielfalt:** Museen, Galerien und Festivals, die die türkische, tatarische und arabische Kultur feiern.
  • **Naturerlebnisse:** Die Küste des Schwarzen Meeres, der Donaudelta-Arm und der Nationalpark Comana.
  • **Wellness-Tourismus:** Die nahegelegenen Heilbäder Techirghiol und Mamaia-Sat sind für ihre therapeutischen Eigenschaften bekannt.

Constanța ist ein dynamisches Reiseziel, das im Jahr 2 im Jahr 2025 eine faszinierende Verbindung von Tradition, Innovation und natürlicher Schönheit am Schwarzen Meer bietet.

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