
Bezirk Maramures: Kultur und Tradition in Nordrumänien
Entdecken Sie die einzigartigen Holzkirchen, den Fröhlichen Friedhof und die unberührte Natur der Maramures.
Maramures: Ein Land der lebendigen Traditionen
Maramures ist ein rumänischer Bezirk (Judet) im Norden Rumäniens mit der Bezirksstadt Baia Mare (dt. Frauenbach). Seine gängige Abkürzung ist MM.
Die Maramures ist Südosteuropas letzte intakte Kulturlandschaft. Bis hoch hinauf in die Berge, die mit dem "Pietrosul" über 2.300 Meter erreichen, wird noch großflächig Heu- und Schafwirtschaft betrieben. Diese leicht zugängliche und bisher fast noch unberührt gebliebene "Toscana" Rumäniens ist ein wahres Wanderparadies. Die malerisch in den Tälern liegenden, traditionsreichen Dörfer sind unverwechselbar in Rumänien geblieben. Genau wie ihre gastfreundlichen Bewohner. Wandern Sie vorbei an berühmten wie imposanten Holzkirchen, Klöstern und Holztoren. Lassen Sie sich von Jahrhunderte alten Bräuchen der Bewohner begeistern.

Die deutsche Minderheit in der Maramures
Wenn man heute von der deutschen Minderheit Rumäniens, den sogenannten Rumäniendeutschen, spricht, so bezieht man sich meistens auf die Siebenbürger Sachsen und Banater sowie Sathmarer Schwaben. Dabei gibt es noch eine Vielzahl weiterer, zahlenmäßig kleinerer deutschsprachiger Bevölkerungsgruppen - Landler, Deutschböhmen, Steier, Batizer und die Zipser in der Marmarosch.
Schon Anfang des 12. Jahrhunderts kam eine bedeutende Zahl deutscher Siedler in diese abgelegene Bergwelt. Sie gründeten Bergwerkstädte und es wird vermutet, dass schon 1143 deutsche Bergleute in Oberwischau/Viseu de Sus und Pfefferfeld/Baia Borsa angesiedelt worden sind, um den Erzbergbau in diesem Teil der Maramures zu begründen. Diese Urahnen der heutigen Zipser bezeichnet man auch als Zipser Sachsen, da auch sie, wie die Siebenbürger Sachsen als "hospites" ("Gäste" des Königs) und "saxones" (Sachsen) geschickt wurden.

Die Holzkirchen von Maramures: UNESCO Welterbe
Die Holzkirchen von Maramures sind etwa 60 Kirchengebäude in der Region Maramures, ca. 45 davon in Rumänien und ungefähr 15 in der Ukraine. Acht von ihnen - im rumänischen Bezirk Maramures gelegen - sind von der UNESCO zum Welterbe erklärt worden. Die UNESCO definierte diese acht Holzkirchen 1999 als herausragende Beispiele einer für Nordrumänien typischen Sakralarchitektur. Die Kirchen stammen aus verschiedenen zeitlichen Epochen und weisen dementsprechend unterschiedliche Stilelemente auf. Trotzdem repräsentieren sie zusammen die Tradition des Kirchenbaus in dieser Region. Wegen eines Verbotes, in Transsilvanien orthodoxe Kirchen aus Stein zu errichten, wurden die archaisch wirkenden Kirchengebäude aus Holz gebaut. Verwendet wurden Buchen-, Eichen-, Tannen- und Ulmenholz. Die charakteristischen, sehr schlanken Glockentürme befinden sich an der Westseite der Gebäude. Alle acht Kirchen haben mit Schindeln bedeckte Dächer. Im Inneren folgt die Ausstattung der orthodoxen Kirche. Auf Holz gemalte Fresken zeigen Motive des Alten Testaments. Dargestellt ist auch das Leben diverser Heiliger. Die Kirche in Cuhea verfügt nicht über Kirchenglocken; hier werden die Gläubigen durch Schlagen eines "Stundenholzes" zur Andacht gerufen.
Die Region Maramures gehört zu den schönsten Regionen Rumäniens. Zu den Wahrzeichen der Region gehören die vielen wunderschönen Holzkirchen die in fast jedem Ort zu finden sind. Sieben davon wurden von UNESCO auf die Liste der geschützten Denkmäler aufgenommen. Das heißt aber nicht, dass die anderen wenig schön oder wertvoller sind. Die Region Maramures ist die Heimat der künstlichen Holzbearbeitung. Hier werden auch heutzutage Holzkirchen, Hoftore aus Holz geschnitzt und sogar wunderschöne Holzkreuze für die Toten. Man sagt nicht unbegründet, dass in Maramures die Uhren anders ticken.

Der Fröhliche Friedhof in Sapanta
Eine Sehenswürdigkeit besonderer Art ist der "Fröhliche Friedhof" in Sapanta. Auf den blau gestrichenen Kreuzen ist neben dem farbig ausgemalten Halbportrait des Verstorbenen auch ein pfiffig-ironischer Nachruf als Schüttelreim eingeschnitzt.

Ein Erlebnis: Die Waldbahn "Mocanita"
Ein einmaliges Erlebnis ist der Ausflug mit der liebevoll "Mocanita" genannten urnostalgischen Schmalspur Dampfbahn durch das Wasser-Tal. Der noch täglich für die Holzabfuhr genutzte Zug schnaubt sich durch die wilde Schönheit des Tals auf der über 60 km langen Strecke mit der atemberaubenden Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h von Viseu de Sus (600m über NN) bis hinauf auf über 1.100 m Höhe. Hier ist jüngst der nach dem Donau-Delta zweitgrößte Nationalpark des Landes aus der Taufe gehoben worden - der Nationalpark Muntii Maramureșului. Gleich südlich davon liegt der Rodna Gebirge-Nationalpark. Neben so viel Ländlichkeit, Tradition und Natur pur gibt es in der Maramures auch zwei Städte: Sighetul Marmatiei: die alte, und Baia Mare die neue Hauptstadt der Maramures.

Maramures: Ein wahres Wanderparadies
Die Maramures ist Südosteuropas letzte intakte Kulturlandschaft. Bis hoch hinauf in die Berge, die mit dem "Pietrosul" über 2.300 Meter erreichen, wird noch großflächig Heu- und Schafwirtschaft betrieben. Diese leicht zugängliche und bisher fast noch unberührt gebliebene "Toscana" Rumäniens ist ein wahres Wanderparadies. Die malerisch in den Tälern liegenden, traditionsreichen Dörfer sind unverwechselbar in Rumänien geblieben. Genau wie ihre gastfreundlichen Bewohner. Wandern Sie vorbei an berühmten wie imposanten Holzkirchen, Klöstern und Holztoren. Lassen Sie sich von Jahrhunderte alten Bräuchen der Bewohner begeistern. Die Menschen der Maramures haben sich über Jahrhunderte ihre bäuerliche Kultur und Tradition bewahrt. Idyllische Dörfer mit malerischen Holzkirchen liegen in einer sanften Hügellandschaft und in steileren bergigen Regionen.

Maramures und Bukowina: Zwei unvergessliche Regionen
Eine wunderschöne Reise führt Sie durch die Maramures, das Land der Holzschnitzkunst und durch das heilige Land der einzigartigen bemalten Klöster der Bukowina. Sie werden sich bestimmt fragen, was schöner ist: die Maramures oder die Bukowina.

Die Stadt ruht an den Ufern der beiden Flüsse Bistritz und Dorna und erstreckt sich bis zum Zusammenfluss der Bistritz mit Neagra Sarului. Vatra Dornei ist umgeben von einer Reihe kleinerer und mittlerer Berge mit kristalliner Beschaffenheit und dem Aussehen größerer Hügel mit rundlichen Höhen, die stufenweise absinken - nordostwärts die Verlängerung des Giulamau-Massivs - der Barnarel (1312m), im Süden Dealu Negru (1302m), im Norden Runcu (1155m), am Ende der Suhardu-Berge, befindlich in der Ecke des Zusammenflusses der Bistritz mit der Dorna. Jenseits dieser Höhen, in unmittelbarer Nähe der Stadt, steigt südwärts die vulkanische Mauer der Calimani-Berge, ostwärts die kristallinen Berge der Bistritz und die Massivs Giulamau-Rarau, sowie nordwärts die Suhardu-Höhen, was alles zusammen einem pittoresken Ambiente entspricht, und diese ganze Pracht umgibt den in sich eingebetteten Kurort Vatra Dornei.
